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Der böse Zucker: Fructose

Fructose befindet sich nicht nur in Obst und Gemüse, sondern in vielen Lebensmitteln wie z.B. Bier, Fruchtsäften, Honig und Trockenobst.

Durch den Konsum von Fertigprodukten (Fruchtjoghurt, Müsliriegel/Müslimischungen, Kinderkakao, Limonadegetränken-Softdrinks) und Süßigkeiten werden Konsumenten ohne deren Wissen zur Einnahme von Fructose gebracht. Besonders erschreckend: Fructose (in Form von HFCS, oder Isoglukose) wird vor allem in sogenannten "light-Produkten" verwendet, da sich die Hersteller den höheren Süßungsgrad der Fruktose zunutze machen.

Erstaunlich ist, dass die Lebensmittelindustrie oftmals Fruchtzucker zur Herstellung von "Diabetiker-Produkten" verwendet, wo doch der übermäßige Konsum von Fruchtzucker gerade eben zur Fettleber und in weiterer Folge zu Diabetes führen kann.

Anhand der Nährwerttabelle eines Produktes ist nicht eindeutig erkennbar, um welchen Zucker es sich handelt, da hier nur alle Einfachzucker (Monosaccharide) und Zweifachzucker (Disaccharide) angegeben und unter dem Sammelbegriff "Zucker" zusammengefasst sind. Mehrfachzucker (Polysaccharide) werden nicht ausgewiesen.

Lediglich die Zutatenliste kann Aufschluss über den verwendeten Zucker bringen:

Fructose versteckt sich zumeist hinter:

Fruchtsüße, Fruchtzucker, Fructose/Fruktose, Fructosesirup, Fruktose-Glukose-Sirup, Glukose-Fruktose-Sirup, Maissirup oder High Fructose Corn Sirup, Honig, Agavensirup

Wenn der Verzicht auf Fruchtzucker in Ihrer Ernährung wichtig ist, sollten Sie ebenfalls daran denken, dass sich unter der Bezeichnung "Saccharose" ebenfalls Fructose versteckt, da diese zur Hälfte aus Fructose besteht.

Gängige Bezeichnungen, bzw. Zutaten mit Saccharose-Fructoseanteil:

Steht in der Zutatenliste eines Produktes die Bezeichnung "Zucker", so ist der Rüben- oder Rohrzucker, also Saccharose gemeint.

Folgende Zutaten enthalten Saccharose und damit auch Fructose: Ahornsirup, Brauner Zucker, Dattelzucker, Demerara-Zucker, Gelbzucker, Honig, Invertzucker, Kokosnusszucker, Staubzucker, Raffinierter Sirup, Rohzucker, Rohrohrzucker, Rohrzucker, Rübenzucker, Zuckerrohrsaft

Aber Achtung:

Maissirup zum Beispiel KANN viel Fructose enthalten, muss aber nicht! Der von FRUNIX verwendete Glucosesirup enthält KEINEN Fruchtzucker!

Fructose als beliebtes Süßungsmittel

Fructose schmeckt süß, wird im Körper aber insulinunabhängig aufgenommen. Das macht den Fruchtzucker zu einem beliebten Süßstoff. Zusätzlich ist die Süßkraft wesentlich höher, als von Haushaltszucker. Süßwaren oder Getränke werden deshalb verstärkt mit Fructose gesüßt. Dadurch spart man nicht nur mengenmäßig Zucker, man reduziert auch gleichzeitig den Energiegehalt des Produktes. Neben Fructose wird auch der sogenannte "high fructose corn sirup" (HFCS) verwendet. Dieser ist nur geringfügig anders zusammengesetzt, als herkömmlicher Haushaltszucker. Er besteht zu 55% aus Fructose und 45% aus Glucose. Klingt alles einfach und unkompliziert. Doch HFCS und Fruktose stehen immer wieder in der Kritik. Sie sollen die Entstehung von Übergewicht, Adipositas, Bluthochdruck und dem metabolischen Syndrom begünstigen und dadurch zur sogenannten nicht-alkoholischen Fettleber (NAFL) führen.

Wissenswert

Mittlerweile zählt die NAFL zum weltweit häufigsten Krankheitsbild. Das Spektrum reicht von einfacher Leberverfettung, der Steatosis hepatis, über die nicht alkoholische Steatohepatitis (NASH) bis hin zur Fettleberzirrhose. In Europa sind bereits 30% der Bevölkerung von einer nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung betroffen.

 

 

 

Die Leber mitten im Geschehen

Die Leber wandelt Fruktose in Energie um, die wiederum vom Körper direkt genutzt werden kann. Bei diesem Vorgang wird ganz automatisch auch Fett in die Leberzellen eingelagert. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Prozess, der normalerweise unproblematisch und gefahrlos verläuft. Das Fett wird nämlich wieder abtransportiert. Es gibt jedoch Krankeitsbilder, bei denen es zu einer vermehrten Fetteinlagerung in der Leber kommt. In diesem Fall spricht man von einer nicht-alkoholischen Fettleber (NAFL). Diese Form der Erkrankung spielt in jüngster Zeit eine immer größere Rolle. Sie wird auch als Wohlstandserkrankung bezeichnet, denn die meisten Betroffenen sind übergewichtig oder leiden sogar an Folgeerscheinungen wie Diabetes Typ2 und Insulinresistenz.

Fruktose im Kreuzfeuer der Kritik

 

Immer wieder wird Fruktose in Zusammenhang mit der nicht-alkoholischen Fettleber gebracht. Ebenso wird Fruktose auch als Dickmacher genannt. Manche Wissenschafter sehen den Einfachzucker sogar als Hauptursache für Leberschäden und Gewichtszunahmen. Das Problem sei die rasche Phosphorylierung der Fruktose in der Leber, und diese würde andere, ebenso wichtige Biosynthesen hemmen. Ganz abgesehen davon, wird dieser Zucker insulinunabhängig verstoffwechselt und genau das führe zu keiner Sättigung. Zu all diesen Annahmen fehlen aber aussagekräftige Studien. Denn die alleinige Auswirkung des Fruchtzuckers auf die Leber oder eine vermeintliche Gewichtszunahme herauszufinden, ist schwierig. Fruchtzucker wird in den seltensten Fällen alleine gegessen, viel mehr in Form von Zweifach- oder Mehrfachzuckern.

Eine Meta-Analyse, die Studienergebnisse zur Fruktoseauswirkung zusammenfasste, lieferte folgende Ergebnisse:

Fructose trägt genauso viel oder wenig zum Dicksein bei wie bei anderen Zuckerarten. Freie Fructose, wie sie in manchen Studien verabreicht wird, führte in hohen Dosen zu einem moderaten Gewichtsanstieg. Längerfristig verschlechterten sich die Leberwerte. Das hat aber eher mit den übermäßig verspeisten Kalorien zu tun, weniger mit der Fructose per se. Interventionsstudien am Menschen lieferten bislang keine aussagekräftigen Hinweise, dass Fructose alleine für die Leberschädigung verantwortlich ist. Anders ist das in Tierversuchen: Hier zeigen Untersuchungen an Mäusen, dass viel Fructose, vor allem in Kombination mit hoher Fettzufuhr, eine Fettleber begünstigen.

 

Quelle: Dr. Elisabeth Rudolfh, forum, ernährung heute, Wien, Österreichische Zeitschrift "Die Ernährung", Ausgabe Sammelband 2017